Bilanz ziehen

sundown_elba2011Ich habe es schon geschrieben – es ist im Moment alles in meinem Kopf. Es gibt noch keinerlei konkrete Pläne, aus den vielen Gedanken Wirklichkeit zu machen.

Aber das hält mich nicht davon ab, trotzdem Bilanz zu ziehen. Wo stehe ich im Moment? Was fehlt mir? Was habe ich bereits?

1) Thema Geld
Da stehe ich vermutlich besser da, als die meisten Langzeitreisenden. Ohne konkrete Pläne zu haben, habe ich trotzdem immer relativ sparsam gelebt und immer vom Monatsgehalt was übrig behalten, Boni und Extragelder nie verprasst und nicht einfach große Anschaffungen getätigt.
Somit gibt es bereits ein Polster zum Reisen. Trotzdem habe ich mir jetzt bewussteres Sparen verordnet und – und das bringt mich zum nächsten Punkt – will mich um zusätzliche Einnahmen bemühen, soweit möglich. Nüchtern betrachtet schadet mir ein größeres Polster nicht, selbst wenn es zu der großen Reise nicht kommen sollte.
Wie versuche ich zu sparen? Zum Beispiel dadurch, dass ich weniger oft mittags mit den Kollegen Essen gehe und bewusster einkaufe (die auferlegte Regel „Keine Süßigkeiten“ hat hoffentlich noch einen anderen Effekt :-)). Dass ich nicht einfach aus dem Bauch heraus kaufe, sondern bewusst überlege „Brauche ich das wirklich?“.

Zusätzlich – mein Vater wäre so stolz – notiere ich Einnahmen und Ausgaben in einer kleinen Smartphone-App.

2) Weniger ist mehr
Ganz eng verbunden mit dem Reisen ist auch die minimalistische Lebensweise. Klar, in einem 50l Rucksack lässt sich nicht viel unterbringen – und wer plant, mehrere Monate unterwegs zu sein, der braucht zu Hause weder die große Bücherwand noch das dicke Auto vor der Tür.
Auch ich habe viel zu viel Sachen. Auch ich habe in der Vergangenheit immer wieder Dinge gekauft, um das kurzzeitige Glücksgefühl zu haben. Auch ich habe einen Keller voller Kram, „den man ja bestimmt irgendwann wieder gebrauchen kann“.
Nein. Kann man nicht. Werde ich nicht. Deswegen habe ich angefangen, gezielt auszumisten.
Ausmisten heißt: 1) Dinge zu verkaufen, die ich nicht mehr brauche, aber die einen Wert haben 2) Dinge zu verschenken, die noch zu gebrauchen sind und 3) Dinge radikal zu entsorgen (die weder 1) noch 2) sind)). Heute habe ich beispielsweise mein erstes Paket an momox geschickt – die Abwicklung war dank der Möglichkeit, die Artikel per barcode einzuscannen und ausdruckbaren Paketschein sehr einfach! Einige andere Dinge habe ich ins Internet zum Verkauf gestellt, mal gucken, was damit so passiert.
Fest vorgenommen zum Beispiel meinen iPod touch (zwar nur 3g, aber mit 64 GB!) zu verkaufen. Im Keller gibt es auch noch das eine oder andere Möbelstück sowie ein durchaus brauchbares Fahrrad -> ein Fall für ebay Kleinanzeigen.

Auch hier gilt: Selbst wenn es nicht zu der ganz großen Reise kommen sollte, so beflügelt und beseelt mich gerade der Gedanke, alten Ballast loszuwerden. Mich zu reduzieren, aufs Wesentliche zu besinnen. Es wird in vielen Fällen nicht leicht werden, gerade wenn es um Erinnerungsstücke geht. Aber ich kann eine MENGE aussortieren.
Es fühlt sich gut an, diese Dinge zu tun, in diesem Blog zu reflektieren und festzustellen, dass sich nun die Dinge nicht nur in meinem Kopf verändern, sondern auch in meiner Umgebung.

Und ich find’s grandios, dass ich hier hemmungslos hübsche Bildchen aus meiner umfangreichen Sammlung für die Blogbeiträge nutzen kann (die werden aber mit picmonkey gnadenlos gepimpt).

Advertisements

Ein Gedanke zu “Bilanz ziehen

  1. Pingback: Nachhaltigkeit – Minimalismus – DIY = weniger Konsum | Travelling in my mind

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s