Nachhaltigkeit – Minimalismus – DIY = weniger Konsum

Die in der Überschrift genannten Themen beschäftigen mich. Teils seit Längerem, teils noch recht neu. Irgendwie sind sie für mich alle miteinander verbunden und zwar unter dem Schlagwort „Konsumverhalten“.

Vielleicht würde da auch noch das Thema Ernährung mit reingehören (zumindest kommt mir das nach dem Blick in die Bloglandschaft und in meine direkte Umgebung so vor). Da bin ich aber irgendwie noch nicht. Okay, ich verzichte seit drei Jahren bewusst auf Fleisch, das ist schon nicht schlecht. Aber von einem „echten“ Vegetarier oder gar einer veganen Lebensweise bin ich dann doch nicht weit entfernt.

Meine Gedanken zu den einzelnen Themen

1) Nachhaltigkeit
Bedeutet für mich ein bewussterer Umgang mit meinem Konsum von Dingen. Das heißt, dass ich bewusster darüber nachdenke, was ich kaufe. Was mein Kauf mit sich bringt. Zum Beispiel, wie viel Verpackungsmüll der Kauf beinhaltet. Kann ich die Verpackung noch anderweitig verwenden? (-> DIY)

Wo bin ich schon nachhaltig?

  • Ich habe kein Auto, sondern fahre mit dem Fahrrad, gehe zu Fuß oder nutze die öffentlichen Verkehrsmittel
  • Ich bemühe mich, immer einen Beutel dabei zu haben, um Einkäufe zu transportieren – hier kann ich noch besser werden. Ich möchte keine Plastiktüten mehr.
  • Ich bastle neue Dinge aus Verpackungsmüll 🙂

Wo kann ich noch nachhaltiger werden?

  • Lebensmittel nicht übriglassen -> ich bin da leider anfällig und habe zu schnell das Gefühl „Das ist nicht mehr gut.“ Es ist aber auch eine Frage des Kaufverhaltens. Gerade Dinge, die keine lange Haltbarkeit haben, kaufe ich in zu großen Mengen
  • Lieber weniger und dafür bewusster Kleidung kaufen

2) Minimalismus
Bedeutet für mich eine überschaubare Umwelt und eine Reduzierung auf das Wesentliche. Einiges dazu habe ich – im Hinblick auf das Projekt Große Reise – hier schon mal formuliert. Es ist aber tatsächlich nicht so leicht, den Ballast loszulassen, habe ich gemerkt. Ständig sind da Gedanken wie „Könnte ich doch noch mal gebrauchen.“ – „Hat mir der oder die geschenkt.“ – „Wäre schade, das wegzuwerfen.“ – „Da hängen so viele Erinnerungen dran.“ Die Erfahrung zeigt zwar, dass ich die betreffende Sache keineswegs vermisse, ist sie dann wirklich weg. Aber es kostet tatsächlich viel Zeit und innere Arbeit, da wirklich voranzukommen.

Andererseits leben wir in einer Welt, wo tatsächlich immer weniger gekauft/besessen werden muss. Ich stelle fest, dass ich keine DVDs mehr kaufe seitdem es Netflix u.a. gibt, ich keine CDs mehr kaufe, seitdem es Streamingdienste wie Spotify gibt und mit dem Kindle beginnen die realen Buchkäufe auch erheblich zu sinken. Das alles ergibt leerere Regale und weniger belastenden Besitz!

3) DIY / Upcycling
Gerade ein echtes Herzensthema und macht mir so viel Spaß! Ich weiß gar nicht, wie ich konkret drauf gekommen bin, aber seit einigen Wochen mache ich da ganz viel.
Ich bin aber auch begeistert, was es da für tolle Ideen gibt – ein ganzes Bloguniversum tat sich plötzlich vor mir auf. Stiftebox aus Tetrapaks, Kühlschrankmagneten aus Kronkorken, alte T-Shirts zu Garn schneiden und daraus neue Sachen stricken oder häkeln … Dazu reichlich Möglichkeiten, Vorhandenes mit wenigen Handgriffen anders, individueller oder schöner zu gestalten. Glückwunschkarten und ähnliches einfach selber machen statt zu kaufen (auch viel persönlicher!)

Generell stelle ich aber fest, dass ich keine Deko-Tante bin. Ich mag Dinge, die man auch benutzen kann und die nicht nur hübsch aussehen. Maritimer Kram ist da vielleicht eine Ausnahme *hust*…

Ich wünschte, ich hätte mehr Zeit, um all‘ die kreativen Ideen in meinem Kopf umzusetzen…

Einige Dinge, die ich bis jetzt geschafft habe:

  • eine superlangweilige IKEA-Uhr aufgehübscht
  • eine alte orange Pinnwand (die nirgends hinpasste) mit Farbe in eine Norwegen-Flagge verwandelt
  • meine erste Mütze und passenden Loop-Schal gehäkelt (leider ist die Mütze nun … äh… weg)
  • aus zwei Pappkartons eine Nachtischablage gebaut und gestrichen
  • aus Milchkartons eine Stifteaufbewahrung gebastelt und mit alten Noten verziert
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2 Gedanken zu “Nachhaltigkeit – Minimalismus – DIY = weniger Konsum

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